FrauenZeit - mit TONGLEN

Aktualisiert: 13. Sept 2019

retreat für Frauen im Münstertal vom 13. - 17. Oktober 2019


Der Sommer meldet sich grade mit wolkenlosem Himmel und steigenden Temperaturen zurück. Die einen freut's, sie denken vielleicht an ein erfrischendes Bad im See und gemütliche Stunden im Freien bis tief in die Nacht. Andere hingegen beginnen schon zu stöhnen, denken an schlaflose Nächte, Mückenplage und Kreislaufprobleme.

Beim Wetter können wir nichts ausrichten, das ist wie es ist. Unseren Reaktionen jedoch - unseren Gefühlen und Gedanken, und auch unseren körperlichen Beschwerden - sind wir nicht so hilflos ausgeliefert, wie wir meinen.


FEEL THE FEELINGS, DROP THE STORY  - Pema Chödrön


Leiderfahrungen gehören zum Leben. Wir werden  enttäuscht, verletzt, betrogen, missverstanden, verlassen ... wir werden wütend, sind deprimiert, klagen an, schämen uns, verstummen, sind eifersüchtig, fühlen uns schuldig, leiden unter Angstzuständen und verfallen in Hoffnungslosigkeit. Manchmal genügt sogar ein 'Hauch einer schmerzlichen Erinnerung', um eine ganze Kettenreaktion von hoch peinvollen Emotionen in uns wachzurufen.


So schmerzlich all diese Erfahrungen sind, das quälende langzeit Leidenspotential verbirgt sich in den Geschichten, die wir uns parallel zum Erleben erzählen: "Warum ich (.. ich schon wieder / .. immer ich)? Wird das nie aufhören?! Was, wenn ich mich auch nächste Woche noch so schlecht fühle?" ... sowie in der negativen Bewertung und abwehrenden Haltung gegenüber unserem Empfinden: "Das ist schlecht! Ich will das nicht! Das muss weg!" 

Ich persönlich empfand jeweils vor allem das 'mich in meinem Leid allein und verlassen fühlen' als besonders schmerzlich - und nichts von allem, das ich versucht habe - und es war so einiges über die Jahre - hat langfristig geholfen.


Bis ich auf youtube zufällig bei Pema Chödrön landete und TONGLEN, eine buddhistische Praxis aus Tibet, kennenlernen. Seither ist alles anders. 


Ja, ich leide noch. Insbesondere unter Angstzuständen, die mich jeweils grundlos und wie angeworfen heimsuchen. Was aber geändert hat, ist meine innere Haltung mir und dem Leiden gegenüber - und ich habe mich in dunklen Momenten nie mehr einsam gefühlt.

Ich stosse heute meine Angst nicht mehr weg - sondern atme sie bewusst ein. Gedanken, Interpretationen, Befürchtungen dazu lasse ich bewusst und konsequent los. 

Ich erstarre heute auch nicht mehr in einem einsamen Erleiden - sondern verbinde mich im Ausatmen in Gedanken mit allen Lebewesen, die sich gerade ebenso elend fühlen wie ich. 

Und wenn es mir gut geht, ich etwas Schönes erlebe, teile ich dieses Wohlergehen auf eben diese Weise mit andern: Ich atme mein Glück ganz bewusst ein und atme es in Gedanken an alle Menschen, die dieses Glück gerade nicht erleben, wieder aus.


"You are the sky. Everything else is just the Weather" - Pema Chödrön


Wie das Wetter, das kommt und geht, so ist auch das Leiden. Wir können es nicht verhindern. Es kommt, und es geht.

Es ist aber unsere Entscheidung, wie wir mit Leid und Veränderungen umgehen - ob wir uns dagegen stellen und erstarren, ober ob wir die unvermeidliche Ungewissheit des Lebens, immer und immer wieder, ein- und ausatmen.


Um TONGLEN, diese wunderbar einfache Praxis mit Interessierten zu teilen, biete ich im Oktober 19 im Münstertal eine Retreat für Frauen an: Frauen Zeit. Im November dann 2 Tage in Salzburg.

Ich würde mich freuen, euch dort wiederzusehen. Ich wünsche allen einen schönen Sommer


Gemma

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